14. Dezember 2015 19:30 Uhr

Becker&Funck, Düren

Lauter Wonne, lauter Freude

Mehr oder weniger moralische Kantaten über Liebe, Glaube, Hoffnung und Kaffee von Telemann und Bach
Marie Friederike Schöder – Sopran
und Barock:Trio:Köln
Darja Großheide (Travers- und Blockflöte), Ulrike Schaar (Violoncello), Markus Märkl (Cembalo)

Am Montag, dem 14. Dezember 2016 sollte man auf keinen Fall den Auftritt der lyrischen Koloratursopranistin Marie Friederike Schöder bei Becker&Funck in Düren verpassen.
Ob auf der Opernbühne oder im Konzert: die Bachpreisträgerin verzaubert und begeistert mit ihrer Spielfreude, ihrer klaren, farbenreichen Stimme und ihrer einnehmenden Präsenz Publikum wie Presse. Die wandelbare Sängerin reüssiert immer wieder bravourös in ganz unterschiedlichen Stilen, singt Barock, Klassik, Romantik oder Gegenwart gleichermaßen atemberaubend und voller Leidenschaft. Presto Classical bezeichnete sie unlängst als „Shooting Star der Barockszene“, deren Stimme „mit Leichtigkeit in die Stratosphäre“ reicht.
Begleitet von Barock:Trio:Köln mit Darja Großheide (Travers-und Blockflöte), Ulrike Schaar (Barockcello) und Markus Märkl (Cembalo) singt Schöder ein Programm mit Kantaten und Arien von Bach und Telemann über Liebe, Glaube, Hoffnung und Kaffee. Telemanns Kantate zum vierten Advent „Lauter Wonne, lauter Freude“ gibt dem Programm seinen Titel und stammt ebenso wie die höchst virtuose Kantate „Seele, lerne dich erkennen“ aus dem „Harmonischen Gottesdienst“, der 1725 in Hamburg im Druck erschien.
Ganz vom neuen Geist der Aufklärung inspiriert gehört „Die Liebe“ zu der Sammlung „VI Moralische Kantaten“, welche Telemann im Eigenverlag 1736 herausgab und die noch lange nach seinem Tod hochgelobt wurde. Genau wie Johann Adolph Scheibe es in seiner analytischen Beschreibung von Kammerkantaten mit konzertierendem Soloinstrument verlangt – und wie Telemann es hier beispielhaft gelingt – sollen „die Singstimme und das Instrument sich beständig um die Wette verwechseln, sich einander antworten, nachahmen, und gleichsam einen sinnreichen Wettstreit halten“. Die berühmte Arie aus der Kaffekantate von Bach „Ei! wie schmeckt der Coffee süße“ darf natürlich nicht fehlen – und passt ja letzlich auch ganz gut zum Advent.

Programm
Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) Kantate “Lauter Wonne,lauter Freude” (Harmonischer Gottesdienst)
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) aus der Cellosuite d-moll Prelude
Johann Sebastian Bach Arie “Meine Seele sei vergnügt” aus der Kantate BWV204 “Ich bin in mir vergnügt”
Johann Sebastian Bach Sarabande und Gigue aus der Cellosuite d-moll
Georg Philipp Telemann Kantate “Seele, lerne dich erkennen” (Harmon.Gottesdienst)
Pause
Georg Philipp Telemann Kantate “Die Liebe” (Moralische Kantate)
Johann Sebastian Bach Ouverture, aus der Partita (Ouverture nach französischer Art) in h-Moll BWV 831 für Cembalo solo
Johann Sebastian Bach Arie “Ei!wie schmeckt der Coffee süße” (Kaffeekantate)

Marie Friederike Schöder, Sopran
Ob auf der Opernbühne oder im Konzert: Die lyrische Koloratursopranistin und Bachpreisträgerin Marie Friederike Schöder verzaubert und begeistert mit ihrer Spielfreude, ihrer klaren, farbenreichen Stimme und ihrer einnehmenden Präsenz Publikum wie Presse. Die wandelbare Sängerin reüssiert immer wieder
bravourös in ganz unterschiedlichen Stilen, singt Barock, Klassik, Romantik oder Gegenwart gleichermaßen atemberaubend und voller Leidenschaft. Presto Classical bezeichnete sie unlängst als „Shooting Star der Barockszene“, deren Stimme „mit Leichtigkeit in die Stratosphäre“ reicht. Sie ist freischaffend tätig und singt an großen Häusern wie der Semperoper Dresden und auf renommierten Konzertpodien wie dem Leipziger Gewandhaus. Zu ihrem Opernrepertoire gehören so wichtige Partien wie das Blondchen in „Die Entführung aus dem Serail“, der Königin der Nacht in „ Die Zauberflöte“, Adele in „Die Fledermaus“, Martha in „Martha, oder der Markt zu Richmond“, Angelica in „Orlando“ oder „Zerlina“ in Don Giovanni. Neben der Oper gilt die große Liebe der Sängerin der Kirchenmusik. 2008 gewann sie als erste Sopranistin der Geschichte des Internationalen Johann‐Sebastian‐Bach‐Wettbewerbs den ersten Preis in Leipzig. 2013 erschien ihre erste, sehr erfolgreiche Solo CD „Amor“ mit der Vogtland Philharmonie bei ARS Produktion. 2015 folgte das Album „My favorit Instrument“ mit Xenia Löffler, der gefeierten
Barockoboistin, und der Batzdorfer Hofkapelle bei „ACCENT“.

Darja Großheide, Travers- und Blockflöte
studierte zunächst Blockflöte bei Maestro Sergio Balestracci in Padua (Italien).Es folgten Studienabschlüsse an den Musikhochschulen von Maastricht (NL) und Köln.. Bei Prof. Karl Kaiser machte sie ein Aufbaustudium für Traversflöte an der MHS Frankfurt, bei Martin Sandhoff spezialisierte sie sich zusätzlich auf das Spiel romantischer Klappenflöten. Sie konzertiert mit verschiedenen Barockorchestern sowie in unterschiedlichen kammermusikalischen Formationen. Die Kammermusik und die dazugehörigen Recherchen nach Notenmaterial des achtzehnten Jahrhunderts bilden ihren Interessenschwerpunkt. Mehrere CD-Produktionen mit Ersteinspielun-gen ihres Ensembles „musica solare“ sind aus dieser Arbeit hervorgegangen. Seit Juni 2010 organisiert Darja Großheide die Kammerkonzertreihe „Tonspuren“, die seit diesem Herbst in der Kulturfabrik Becker&Funck in Düren stattfindet.

Markus Märkl, Cembalo
stammt aus dem bayerisch-schwäbischen Dillingen an der Donau und studierte nach dem Abitur zuerst in Augsburg Cembalo und Orgel am heute nicht mehr existierenden Leopold-Mozart-Konservatorium. Der Klang historischer Tasteninstrumente faszinierte ihn nachhaltig, so dass sich Markus Märkl zu weiterführenden Studien der Alten Musik an der Schola Cantorum Basiliensis in der Schweiz entschied. Während dreier Jahre in Paris, dieser vielseitig anregenden Stadt, begann er seine internationale Konzerttätigkeit, die ihn neben Europa nach Israel, den USA, Singapur und Australien führte. Markus Märkl ist ein gefragter Cembalist und Kammermusikpartner, seit 1998 lebt er als freischaffender Musiker in Köln und widmet sich hier neben seiner solistischen Tätigkeit vor allem der Kammermusik. Zusätzlich wird Markus Märkl gerne zu Kursen für Generalbass oder Improvisation eingeladen. Zahlreiche CD-Einspielungen ergänzen und dokumentieren seine künstlerische Vielseitigkeit. Als Gründungsmitglied und Vorstand der Kölner Gesellschaft für Alte Musik e.V. engagiert sich Markus Märkl seit 2011 zudem kulturpolitisch in seiner Wahlheimat Köln und in NRW.
Markus Märkl interessieren vor allem Programme mit einem thematischen oder historischen Fokus, die Zusammenhänge aufzeigen oder interessante Einblicke vermitteln können in ein Repertoire, das auch heute noch weitgehend dem «Kenner und Liebhaber derartiger Gemüthsergötzung» vorbehalten ist. Wichtig ist ihm hierbei, dass trotz der hierfür notwendigen wissenschaftlichen Einarbeitung am Ende die Musik für sich selbst spricht. So sucht er einen lustvollen und anregenden Umgang mit historischen Quellen, die er auf humorvolle Art seinem Publikum vermittelt. Und gerne zitiert er einen Satz von August Everding, der jedem Interessierten an der teilweise nicht immer einfach zu konsumierenden «Kunst» ein Leitfaden sein dürfte: Wissen macht Lust. – Und ja vielleicht Lust auf mehr!

Ulrike Schaar, Violoncello
studierte zunächst Violoncello an der Kölner Musikhochschule,danach in Lausanne bei Philippe Mermoud,wo sie ihr Studium mit einem Prix de Virtuosité abschloss. Daneben spezialisierte sie sich auf die historische Aufführungspraxis Alter Musik und studierte Barockcello bei Christophe Coin in Basel an der Schola Cantorum Basiliensis. Kurse bei Anner Bylsma ergänzten ihre musikalische Ausbildung. Ulrike Schaar spielt regelmäßig bei Concerto Köln sowie in zahlreichen Ensembles, mit denen sie auch Rundfunkaufnahmen und CD-Einspielungen machte,u.a.: Concerto Köln, La Stagione Frankfurt, Le Concert des Nations unter Jordi Savall, Concerto Vocale unter René Jacobs, musica solare

Die "Tonspuren" werden unterstützt durch: