16. November 2015 19:30 Uhr

Becker&Funck, Düren

Tanz, König, tanz!

Getanzte Lautenmusik am Hofe Ludwig XIV
Ensemble Mosaic Coelln
Carla Linnè – Barocktanz& Barockvioline
Andreas Nachtsheim – Theorbe und Barockgitarre
Klaus Mader – Theorbe, Barockgitarre und Colasione

Wenn sich Louis XIV (der Sonnenkönig) in seine Schlafgemächer zurückzog und der Lautenist Robert de Visèe ihn mit seiner Theorbe in den Schlaf spielte, dann erfüllte sich die Schlafkammer des König mit einem absoluten Wohlklang zu dem es sich sicherlich unendlich gut schlafen ließ. In diesem Programm mit dem Titel „Tanz König tanz“ entführen die zwei Lautenisten Andreas Nachtsheim und Klaus Mader das Publikum an den französischen Hof und lassen die damals erklungene Musik zu neuem Leben erwecken. Wenn Nachtsheim und Mader auf ihren Theorben, Barockgitarren und dem Colasione die Werke der alten Meister Robert de Visèe, Francesco Corbetta, Hieronymus Kapsberger, Gaspar Sanz und Santiago de Murcia spielen, beginnt die Barocktänzerin Carla Linnè zu tanzen und erscheint in den riesigen Spiegeln des Schlosses zu Versailles.

Programm
Gaspar Sanz (1640-1710) Francesco Corbetta (c.1615-1681) Robert de Visée (1660-1732) Folia
Francesco Corbetta „La Guitarre Royalle“
Trompette – Sarabande du départ du Roy – Fanfare – Gigue „Chérie du Roy“
Girolamo Kapsberger (1580-1651) Toccata VIII
Capona – Colascione – Canario
Gaspar Sanz Pavane – Jacaras – Zarabanda
Pause
Robert de Visée Suite en sol majeur
Prélude – Allemande – Menuett – Courante – Gigue – Muzette – Chaconne
Santiago de Murcia (um 1682-1732) Cumbees
Gaspar Sanz Canarios

Ensemble Mosaic Coelln
Carla Linné, Barocktanz und Violine
begann ihr Studium bei Maria Egelhof und Yfrah Neaman in Mainz und Lübeck im Fach Violine/Orchestermusik. Von dort wechselte sie nach Bremen an die Hochschule für Künste, um Barockvioline zu studieren. Entscheidende Impulse erhielt sie dort von Sirkka-Liisa Kaakinen Sie schloss dieses Studium mit dem Künstlerischen Diplom ab und arbeitet als freischaffende Musikerin in Ensembles unterschiedlicher Besetzung. Während des Studiums in Bremen begann sie sich für Historischen Tanz, besonders Barocktanz, zu interessieren. Dieser wurde allmählich weit über den Unterricht im Rahmen des Studiums der Alten Musik hinaus zu ihrem größten Interesse neben der Geige. Inzwischen arbeitet sie auch als Barocktänzerin.
Andreas Nachtsheim – Theorbe und Barockgitarre
hat seine musikalischen Wurzeln in der Rockmusik, ging daneben aber schon als Jugendlicher – zunächst auf einer selbstgebauten Laute – seinem Faible für Renaissance- und Barockmusik nach. Schließlich entschied er sich ganz für dieses Ende der Musikgeschichte und studierte Laute und Continuospiel und parallel dazu Musikwissenschaft. Er arbeitet als Lautenist und Continuo-Spieler in verschiedensten Besetzungen: so tourte er längere Zeit mit dem Geiger Nigel Kennedy und spielte mit solchen Ausnahmemusikern wie Philippe Jaroussky, Simone Kermes, Christoph Pregardien oder Daniel Hope. Andreas Nachtsheim arbeitet mit verschiedenen Barockorchestern, insbesondere verbunden ist er mit der Lautten Compagney Berlin und deren Leiter Wolfgang Katschner. Seine Arbeit als Lautenist führte ihn auf Konzertreisen durch ganz Europa und bis nach Singapur und Neuseeland und natürlich zu vielen Festivals, so zur Ruhr-Triennale und den Schwetzinger Festspielen, zu den Tagen Alter Musik in Berlin, Knechtsteden, Regensburg, Melk (Österreich), Varazdin (Kroatien), Stary Sacz (Polen) und Vilnius (Litauen). Ein weiterer Schwerpunkt seiner Betätigung ist das Continuospiel in Barockopern-Produktionen an verschiedensten Theatern von Hannover bis Basel und von Aachen bis Berlin. Dabei hat er mit Dirigenten zusammengearbeitet wie Lothar Zagrosek, Michael Hofstetter, Wolfgang Katschner, Alessandro de Marchi, Laurence Equilbey, Michael Schneider, Hans-Christoph Rademann, Howard Arman oder Jaap ter Linden. Neben dieser umfangreichen Arbeit unterrichtet Andreas Nachtsheim an der Musikhochschule Münster Continuospiel.
Klaus Mader – Theorbe, Barockgitarre und Colascione
begann seine musikalische Ausbildung auf der elektrischen und der klassischen Gitarre. Nach mehrfachen Erfolgen beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ konzentrierte er sich ganz auf die klassische Gitarre, welche er an der Musikhochschule Münster bei Wolfgang Weigel studierte.
Mit dem Ziel italienische Barockmusik in sich aufzunehmen, studierte er in Mailand an der Scuola Civica di Musica Milano, bei Paul Beier (Renaissancelaute/Theorbe), Roberto Gini und Eduardo Belotti (Basso Continuo/Improvisation). Die anschließende künstlerische Ausbildung bei Konrad Junghänel an der Musikhochschule in Köln vertieften seine Studien über Renaissance- und Barockmusik.Während seiner Studienjahre besuchte er zahlreiche Meisterkurse. Unter anderem bei: Hopkinson Smith, Stephen Stubbs, Erin Headley, Michael Freimuth, Elliot Fisk, Thomas Müller-Pering u.a.Heute spielt Klaus Mader im In- und Ausland mit Namhaften Musikern der Alten Musik wie Dame Emma Kirkby, Roy Goodman, Sir Roger Norrington, Kent Nagano, Michael Schneider, Christopher Moulds. Er konzertiert sowohl in verschiedenen Ensembles und Orchestern (Concerto Köln, Lauttencompagney Berlin, Deutsches Symphonie Orchester Berlin, Radio Symphonie Orchester Stuttgart, Hamburger Ratsmusik, L’arpa festante. Klaus Mader ist festes Mitglied des jungen Cölner Barockorchester. Rundfunkaufnahmen für den Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, SWR,WDR, MDR sowie Euroradio und Auftritte bei Festivals wie den, Schwetzinger Festspiele, Köthener Bachfest, Bachfest Leipzig, Aequinox, MDR-Musiksommer, Banchetto Musicale, Festival for Music and Musicians Ipsden runden seine konzertante Arbeit ab. Gern wird er als Continuo Lautenist zu Opern, Oratorien und Passionen eingeladen.
Weitere Informationen unter: www.klausmader.de

Die "Tonspuren" werden unterstützt durch: