17. Dezember 2018 19:30 Uhr

Kulturfabrik Becker&Funck, Düren

Gut gezupft! Originalkompositionen für Mandoline, Laute und Zupfklavier

Birgit Schwab, Erzlaute, Barocklaute
Léon Berben, Cembalo (Zupfklavier)
Daniel Ahlert, Mandolinen

Foto: Matthias Schröder

Im 18ten Jahrhundert wurde die Laute nach und nach von Mandoline und Cembalo ersetzt und doch gibt es einige Kompositionen, in denen alle drei Instrumente gemeinsam spielen. Virtuos und farbenreich präsentiert das Trio diese musikalischen Raritäten von Stanley, Arrigoni, Hagen und Morandi in seinem Barockprogramm.

Programm
John Stanley (1712-1786) Sonate Nr. 3, Op.1, G-Dur Largo -Allegro -Adagio -Allegro
Michel Corette (1707-1795) Sonate C-Dur Allegro – Andante – Menueto1 -Menueto 2
Johann S. Bach (1785-1750) Fantasia Chromatica & Fuge d moll, BWV 903
Carlo Arrigoni (1697-1744) Sonate D-Dur Grave -Allegro -Grave -(Allegro)
Pause
Sylvius Leopold Weiss (1687-1750) Suite g-moll für Laute solo Prélude – Courente – Plainte – Gigue
Bernhard Joachim Hagen (1687-1750) Sonate c-moll Allegro moderato – Amoroso – Presto
Pietro Morandi (18.Jh) Sonate C-Dur Allegro – Grave – Allegro
Domenico Scarlatti (1685-1757) Sonate d-Moll Allegro – Grave – Allegro

Birgit Schwab und Daniel Ahlert musizieren seit 1992 zusammen und haben seitdem hunderte von Konzerten in Europa und den USA gegeben. Bereits im ersten Jahr ihres Bestehens gewannen sie den 1.Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb in Soumagne/Belgien. Kritiker und Publikum bestaunen seitdem ihren unverwechselbaren Klangkosmos, die brillante Spieltechnik und ihr rhythmisches Feuer. Das Duo Ahlert & Schwab ist inzwischen Preisträger vieler weiterer Wettbewerbe im In- und Ausland und konzertierte bei zahlreichen Festivals und in bedeutenden Sälen, wie dem Festival der Laute in Füssen (Deutschland), beim Orgel Festival in Laubach (Deutschland), in der Preston Bradley Hall (Chicago), beim internationalen Festival für Zupfinstrumente in Beer-Sheva (Israel), beim Europäischen Zupfmusikfestival in Bamberg (Deutschland), in der Sundin Music Hall (Minnesota), beim Festival Internazionale della Chitarra in Lagonegro (Italien), beim Festival La Guitarra California, beim Internationalen Bodenseefestival, beim Gitarrenfestival Speyer, beim Festival Orgel Plus und beim Bachfest Leipzig. Otto Schily, damaliger Innenminister der BRD, bedankte sich persönlich bei dem Duo nach einem Konzert auf der Insel Mainau.
In 2003 gab es sein erfolgreiches USA Debüt und 2004 wurde das Duo Ahlert & Schwab vom Radiosender WNYC nach New York eingeladen und bekam den Namen “Lord of the Strings”. Beim Projekt Kulturhauptstadt 2010 hat das Duo Ahlert & Schwab am Eröffnungstag ein Programm mit dänischer Musik für Mandoline und Gitarre gespielt.Sechs CD Einspielungen (Antes, Naxos) und TV- und Rundfunk-Sendungen in vielen Ländern dokumentieren die hohe Qualität des Duo Ahlert & Schwab. Neben ihren Kammermusikprogrammen treten sie auch mit Orchester auf. Sie gelten heute als Spezialisten für Konzerte mit Mandoline, Gitarre und Orchester und haben fast alle Werke für diese Besetzung (ur-) aufgeführt.
Das Duo Ahlert & Schwab hat über 100 Werke uraufgeführt – fast alle diese Werke wurden ihnen gewidmet. Zu den Komponisten zählen u.a. Yehezkel Braun (Israel), Ernesto Cordero (Puerto Rico), John Duarte (England), Claude Engel (Frankreich), Angelo Gilardino (Italien), Jeffrey Harrington (USA), Thomas Schmidt-Kowalski (Deutschland) und Jaime M. Zenamon (Brasilien). Viele dieser Werke sind in der Edition Corvus verlegt, dem eigenen Verlag des Duos. 2017 feierte das Duo Ahlert & Schwab 25-jähriges Bühnenjubiläum mit Konzerten in besonderen Konzertreihen/sälen und mit Musik, die von Komponisten aus Europa und den USA speziell für diesen Anlass komponiert wurde. In 2018 wird das Duo vor allem Ihre aktuelle CD mit Musik aus den USA vorstellen.

Léon Berben darf am Cembalo und an der Orgel als Meister seines Fachs gelten. Darüber hinaus weisen ihn umfassende Kenntnisse in Musikgeschichte und historischer Aufführungspraxis als einen der führenden Köpfe seiner Generation der »Alten Musik«Szene aus. Sein Repertoire umfasst Clavierwerke zwischen 1550 und 1790. Ferner schrieb er als Co-Autor für die Enzyklopädie Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Intensives Quellenstudium und stete Forschungsarbeit verleihen der Interpretationskunst von Léon Berben einen besonderen Rang. Seine Solo-CD-Aufnahmen auf historischen Orgeln und Cembali wurden von der Fachpresse hoch gelobt und mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem »Diapason d’Or«, dem »Choc« von Le Monde de la Musique und dem Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. Léon Berben wurde 1970 in Heerlen (Niederlande) geboren und lebt in Köln. Er studierte Orgel und Cembalo in Amsterdam und Den Haag als letzter Schüler von Gustav Leonhardt wie auch bei Rienk Jiskoot, Ton Koopman und Tini Mathot, und schloss sein Studium mit dem Solistendiplom ab. Er ist als Titular-Organist verbunden an der historischen Orgel der St.-Andreas Kirche in Ostönnen – nach derzeitigem Forschungsstand eine der ältesten spielbaren Orgeln der Welt (c. 1425/1722) – und betreut in dieser Funktion die dortige Konzertreihe mit. Seit 2000 war Léon Berben als Cembalist bei Musica Antiqua Köln (Reinhard Goebel) tätig. In dieser Eigenschaft gastierte er in Europa, Nord und Südamerika sowie Asien und spielte zahlreiche CDs für Deutsche Grammophon/Archiv Produktion ein. Seit der Auflösung des Ensembles Ende 2006 verfolgt er eine ausgedehnte Solo-Karriere, die ihn auf renommierte internationale Festivals führte wie z.B. Klavier Festival Ruhr, Internationaal orgelfestival Haarlem, Schleswig Holstein Musik Festival, Bodensee Musikfestival, Festival oude muziek Utrecht, Rheingau Musikfestival, Bach Festival Montréal, Festival de Saintes, Lucerne Festival, Festival de Música Antiga de Barcelona. Zu seinen Kammermusikpartnern gehört u.a. Concerto Melante, ein Ensemble der Berliner Philharmoniker.

Die "Tonspuren" werden unterstützt durch: