13. November 2017 19:30 Uhr

Kulturfabrik Becker&Funck, Düren

Von Sweelinck bis Bach

Virtuose und poetische Cembalomusik des 17 und 18 Jahrhunderts aus den Niederlanden, Deutschland, Frankreich, England…….
von Sweelinck, Buxtehude, Bull und Bach

Léon Berben Cembalo, Keith Hill 1999 nach J. Ruckers, 1624

Virtuosität und Tiefsinn
Der Amsterdamer “ Organistenmacher “ Sweelinck hatte viele hervorragende Schüler, die ihrerseits wichtige Stellen in Städten wie Hamburg besetzten. Die von ihnen gegründete norddeutsche Orgelschule führt musikalisch bis zu Bach. Léon Berben zeigt anhand der Chromatischen Fantasien von Sweelinck und Bach die großen Unterschiede dieser beiden Komponisten.

Léon Berben darf am Cembalo und an der Orgel als Meister seines Fachs gelten. Darüber hinaus weisen ihn umfassende Kenntnisse in Musikgeschichte und historischer Aufführungspraxis als einen der führenden Köpfe seiner Generation der »Alten Musik«-Szene aus.
Sein Repertoire umfasst Clavierwerke zwischen 1550 und 1790. Ferner schrieb er als Co-Autor für die Enzyklopädie Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Intensives Quellenstudium und stete Forschungsarbeit verleihen der Interpretationskunst von Léon Berben einen besonderen Rang. Seine Solo-CD-Aufnahmen auf historischen Orgeln und Cembali wurden von der Fachpresse hoch gelobt und mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem »Diapason d’Or«, dem »Choc« von Le Monde de la Musique und dem Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik.
Léon Berben wurde 1970 in Heerlen (Niederlande) geboren und lebt in Köln. Er studierte Orgel und Cembalo in Amsterdam und Den Haag als letzter Schüler von Gustav Leonhardt wie auch bei Rienk Jiskoot, Ton Koopman und Tini Mathot, und schloss sein Studium mit dem Solistendiplom ab. Er ist als Titular-Organist verbunden an der historischen Orgel der St.-Andreas Kirche in Ostönnen – nach derzeitigem Forschungsstand eine der ältesten spielbaren Orgeln der Welt (c. 1410/1722) – und betreut in dieser Funktion die dortige Konzertreihe mit.
Seit 2000 war Léon Berben als Cembalist bei Musica Antiqua Köln (Reinhard Goebel) tätig. In dieser Eigenschaft gastierte er in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien und spielte zahlreiche CDs für Deutsche Grammophon/Archiv Produktion ein.Seit der Auflösung des Ensembles Ende 2006 verfolgt er eine ausgedehnte Solo-Karriere, die ihn auf renommierte internationale Festivals führte wie z.B. Klavier Festival Ruhr, Internationaal orgelfestival Haarlem, Schleswig Holstein Musik Festival, Bodensee Musikfestival, Festival oude muziek Utrecht, Rheingau Musikfestival, Bach Festival Montréal, Festival de Saintes, Lucerne Festival, Festival de Música Antiga de Barcelona. Zu seinen Kammermusikpartnern gehört u.a. Concerto Melante, ein Ensemble der Berliner Philharmoniker.

J. P. Sweelinck (1562-1621) Fantasia Crommatica, SwWV 258
M. Schildt (1592-1667) Paduana Lachrymæ (nach J.Dowland)
L. Couperin (1626-1661) Prélude und Passacaille
D. Buxtehude (1637-1707) Praeludium in g, BuxWV 163
J. Bull (1562/63-1628) Walsingham
Pause
A. Forqueray (1672-1745) aus: Suite 5, Pieces de Viole Composées par Mr. Forqueray Le Pere, Mises en Pieces de Clavecin par Mr. Forqueray le Fils/ J.-B. Forqueray (1699-1782) La Rameau. Majestueusement -La Guignon. Vivement et détaché-La Léon.Sarabande.Tendrement-La Boisson. Vivement-La Sylva. Très tendrement
J. S. Bach (1685-1750) Fantasia Chromatica, BWV 903,1

Die "Tonspuren" werden unterstützt durch: