16. April 2018 19:30 Uhr

Kulturfabrik Becker&Funck, Düren

Paukenschlag in Wien - ein Komponistentreffen

Aaron Quartett:
Adrian Bleyer, Violine
Martin Ehrhardt, Violine
Florian Schulte, Viola
Alexander Scherf, Violoncello
und
Darja Großheide, Traversflöte

Das „Wiener Flötenquintett“ von Joseph Martin Kraus, dem „schwedischen Mozart“, entstand bei dessen Besuch in Wien im Jahre 1783. Bei diesem Besuch traf Kraus nicht nur Joseph Haydn, dem er seine Symphonie in c-moll widmete, sondern vermutlich auch Wolfgang Amadeus Mozart, der bei ihm um die Ecke wohnte. Haydns Verleger Salomon verdiente sich zusätzlich Geld, indem er Haydns Symphonien in Bearbeitungen für ebendiese Flötenquintettbesetzung verkaufte, so auch die „Symphonie mit dem Paukenschlag“. Eines von Mozarts späten Preußischen Quartetten rundet das Programm ab.

Programm
Wolfgang Amadeus Mozart ( 1756 – 1791 ) Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello B-Dur KV 589 (1790) Allegro – Larghetto – Menuetto moderato – Allegro assai
Joseph Martin Kraus ( 1756 – 1792 ) Wiener Flötenquintett in D-Dur Allegro moderato – Largo – Con brio
Pause
Joseph Haydn / Johann Peter Salomon nach Sinfonie Nr.94 „Mit dem Paukenschlag“
für Flöte und Streichquartett, 1798
Adagio – Vivace assai – Andante – Minuetto, Allegro molto – Allegro di molto

Aaronquartett Köln
Das Streichquartett – gepflegter Wohlklang oder spannendes Experimentierfeld?
Schon die barocken Theoretiker sprechen von zwei entgegengesetzten musikalischen Bewegungen. Für einen zweigeteilten Takt charakterisieren sie die Richtung der ersten Zählzeit mit „in terram“, die der zweiten mit „in ariam“ – also zur Erde und in die Luft.
Der Kölner nennt dieses Prinzip der Einfachheit halber „Himmel un Ääd“…
Die vier Musiker des Aaron-Quartett Köln haben seit 2002 einen Ton kultiviert, der einerseits eine himmlische Versonnenheit, andererseits aber auch einen erdigen Klang mit Ecken und Kanten zulässt. Einen Schwerpunkt des Repertoires bilden die Werke der Klassik und frühen Romantik, wobei hier der Epoche angemessene historische Instrumente zum Einsatz kommen. Durch die Kombination von bekannten Quartetten der großen Meister mit Werken, die abseits der ausgetretenen Pfade liegen, entstehen kontrastreiche und spannende Programme. Mit den Quartetten von Johann Wilhelm Wilms (*1772 in Witzhelden) und Norbert Burgmüller (*1810 in Düsseldorf) hat das Aaron Quartett Köln rheinische Spezialitäten im Repertoire.

Darja Großheide, Traversflöte
widmet sich ganz dem Kammermusikrepertoir für Flöte. Sie stellt Ensembles und Programme zusammen, die Musik in ihrem geschichtlichen Kontext neu beleuchten und die Musik lebendig und zeitgemäß ans Ohr des Zuhörers bringen. Um ihre Ideen umsetzen zu können, gründete Darja Großheide 2010 die Konzertreihe „TonSpuren“ , die ihren Sitz aktuell in der Kulturfabrik Becker&Funck in Düren hat. Ihr Repertoir reicht vom 17ten bis ins 19te Jahrhundert.
Darja Großheide studierte 4 Jahre bei S.Balestracci in Padua mit Blockflöten italienische Musik. Es schloss sich weitere Flötenstudien an den Musikhochschulen in Maastricht ,Köln und Frankfurt(Aufbaustudium Traversflöte) ab. Wichtige Anregungen für das Spiel der klassischen und romantischen Klappenflöten erhielt sie besonders von Martin Sandhoff und Karl Kaiser. Mit ihrem Ensemble machte sie Ersteinspielungen von Musik von Ariosti und Nardini. Als Mitglied der Kölner Gesellschaft für Alte Musik gestaltet sie zahlreiche Projekte mit.

Die "Tonspuren" werden unterstützt durch: