22. Januar 2018 19:30 Uhr

Kulturfabrik Becker&Funck, Düren

Ardo, è ver, per te d`amore - Liebeskantaten von Scarlatti, Porpora und Sarri

Barock:Trio:Köln
Philipp Mathmann, Sopran
Darja Großheide, Traversflöte und Blockflöte
Markus Märkl, Cembalo

Sopranisten waren die Stars der Barockzeit. Die wunderschönen Liebeskantaten von Scarlatti, Porpora und Sarri besingen die – teils nicht erwiederte – Liebe zu einer Frau. Der Sopranist Philipp Mathmann vermag es, unangestrengt die Höhe zu erklimmen und mit klarer Stimme zu deklamieren. Im musikalischen Gespräch mit Flöte und Cembalo ist dies ein Konzert voller Herz und Feuer.

Philipp Mathmann, Sopranist und Countertenor wurde in Lippstadt, Deutschland geboren. Er begann seine Gesangsausbildung als Bariton bei Friederike Vomhof-Surrey in Lippstadt im Jahr 2003. 2006 fielen seinem Chorleiter Harduin Boeven seine Möglichkeiten im Falsett auf. Nach einer Vorstellung bei dem Countertenor Prof. Kai Wessel (Köln) erhielt er seine ersten Gesangsstunden als Countertenor von der Sopranistin Heike Hallaschka in Münster von 2008 bis 2011. Seit 2010 erhält Mathmann weiterführend Unterricht von Prof. Renate Faltin an der Hanns Eisler Musikhochschule in Berlin. Darüber hinaus arbeitete er im Rahmen von Meisterkursen mit Prof. Kai Wessel und Prof. Barbara Schlick von der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, mit Prof. Renate Faltin (s.o.) in Berlin und mit Dame Emma Kirkby in London. Philipp Mathmann trat als Konzertsolist an Orten wie dem Dom zu Münster, dem Dom zu Bremen, der Tonhalle in Düsseldorf oder der Frankfurter Oper auf. 2011 gab er sein Operndebüt in der männlichen Hauptrolle der Oper La Mara, einer Opernproduktion am Schloss Sanssouci in Potsdam. Ferner gastierte Mathmann als Opernsolist beim Barockfestival „Winter in Schwetzingen“ des Theaters Heidelberg in der Oper „Fetonte“ in der Spielzeit 2014/15. Philipp Mathmann ist Jugend Musiziert Bundespreisträger und war mehrfacher Preisträger in 2011 beim internationalen Giulio Perotti Gesangswettbewerb – unter anderem mit dem Sonderpreis für die beste Darbietung im Bereich Konzert und Oratorium. Er war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und der Musikhochschule in Detmold. Parallel zu seiner musikalischen Laufbahn studierte Philipp Mathmann an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Münster, erhielt seine Approbation zum Arzt in 2013 und arbeitet derzeit in der Klinik für Audiologie und Phoniatrie mit Forschungsschwerpunkt im Bereich der menschlichen Stimme an der Charité – Universitätsmedizin, Berlin.
Darja Großheide, Travers- und Blockflöte
studierte zunächst Blockflöte bei Maestro Sergio Balestracci in Padua (Italien).Es folgten Studienabschlüsse an den Musikhochschulen von Maastricht (NL) und Köln. Bei Prof. Karl Kaiser machte sie ein Aufbaustudium für Traversflöte an der MHS Frankfurt, bei Martin Sandhoff spezialisierte sie sich zusätzlich auf das Spiel romantischer Klappenflöten. Sie konzertiert mit verschiedenen Barockorchestern sowie in unterschiedlichen kammermusikalischen Formationen. Die Kammermusik und die dazugehörigen Recherchen nach Notenmaterial des achtzehnten Jahrhunderts bilden ihren Interessenschwerpunkt. Mehrere CD-Produktionen mit Ersteinspielungen ihres Ensembles „musica solare“ sind aus dieser Arbeit hervorgegangen. Seit Juni 2010 organisiert Darja Großheide die Kammerkonzertreihe „Tonspuren“, die seit diesem Herbst in der Kulturfabrik Becker&Funck in Düren stattfindet.

Markus Märkl, Cembalo
studierte nach dem Abitur zuerst in Augsburg Cembalo und Orgel. Der Klang historischer Tasteninstrumente faszinierte ihn nachhaltig, so dass sich Markus Märkl zu weiterführenden Studien der Alten Musik an der Schola Cantorum Basiliensis in der Schweiz entschied. Während dreier Jahre in Paris, dieser vielseitig anregenden Stadt, begann er seine internationale Konzerttätigkeit, die ihn neben Europa nach Israel, den USA, Singapur und Australien führte. Markus Märkl ist ein gefragter Cembalist und Kammermusikpartner, seit 1998 lebt er als freischaffender Musiker in Köln und widmet sich hier neben seiner solistischen Tätigkeit vor allem der Kammermusik. Zusätzlich wird Markus Märkl gerne zu Kursen für Generalbass oder Improvisation eingeladen. Zahlreiche CD-Einspielungen ergänzen und dokumentieren seine künstlerische Vielseitigkeit. Als Gründungsmitglied und Vorstand der Kölner Gesellschaft für Alte Musik e.V. engagiert sich Markus Märkl seit 2011 zudem kulturpolitisch in seiner Wahlheimat Köln und in NRW.

Die "Tonspuren" werden unterstützt durch: