18. Dezember 2017 19:30 Uhr

Kulturfabrik Becker&Funck, Düren

Telemann-Jubiläumskonzert mit 2 Chalumeaux

Gili Rinot und Philippe Castejon: Chalumeaux
Barockensemble Ludus Instrumentalis
Evgeni Sviridov, Anna Dmitrieva: Violinen
Justyna Skatulnik : Viola
Davit Melkonyan : Violoncello
Ekaterina Biazrova: Cembalo

Dem Komponisten Georg Philipp Telemann (1685 – 1767 ) und seiner Musik für Chalumeau ist dieses Konzert gewidmet. In den 1730ger Jahren setzen Telemann und Graupner das Chalumeau meist paarweise ein, die tieferen Lagen treten bevorzugt hervor. Virtuose Passagen sind selten. Das Chalumeau klingt eine Oktave tiefer als eine Blockflöte gleicher Länge. Der Klang ist weicher und offener als der einer Klarinette.
Philippe Castejon und Gili Rinot werden 4 verschiedene Chalumeaux spielen:
Sopran, Alt, Tenor und Bass. Im Januar 2018 erscheint bei Castejon Edition eine Telemann Chalumeaux-Gesamtausgabe (Vorwort von Eric Hoeprich). Die Musiker werden aus diesen Noten spielen.

Programm
Georg Philipp Telemann (1681-1767) Concerto in Do maggiore a 2 Chalumeaux, (2 Fagotti), Violini unisoni, Viola e Basso Continuo Dolce – Allegro
Sonata in Fa maggiore a 2 Chalumeaux, Violini unisoni e Basso Continuo Larghetto – Allegro – Grave – Vivace
Carl Philipp Emanuel Bach (1714 – 1788 ) Triosonate « Gespräch zwischen einem Sanguinicus und Melancholicus » in f-Moll Allegretto – Presto – Adagio – Allegro
Pause
Christoph Graupner (1683 – 1760) Partita in a-Moll GWV 118 für Cembalo
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750 ) Triosonate in G-Dur BWV 1038 Largo – Adagio – Presto
Georg Philipp Telemann Concerto in Re minore a 2 Chalumeaux, 2 Violini, Viola e Basso Continuo Largo – Allegro – Adagio – (Allegro)

Philippe Castejon (Klarinette, Chalumeau)
studierte Klarinette und Musikwissenschaft in Strasbourg und spezialisierte sich anschließend bei Eric Hoeprich am Königlichen Conservatorium in Den Haag auf das Spiel historischer Klarinetten. Er spielt mit den besten Orchestern und Dirigenten Europas wie Concerto Köln, Das neue Orchester (Christoph Spering), Ton Koopman, Bruno Weil, Anima Eterna (Jos van Immerseel), René Jacobs u.s.w.. Er machte Tourneen durch Europa, Japan und die U.S.A. und ist an zahlreichen Rundfunk- und CD-Aufnahmen zu hören. Philippe Castejon forscht seit vielen Jahren weltweit über wenig bekannte Komponisten des 18ten bis 20sten Jahrhunderts und gibt die Noten in seinem eigenen Verlag – Castejon Music Editions – heraus. Als Solist ist er auf premierten Einspielungen wie Vivaldis « Concerti con molti stromenti » und in der « Sinfonia Concertante » von J.Myslivecek (Deutsche Grammophon) zu hören.

Gili Rinot (Klarinette, Chalumeau)
wurde in Israel geboren und studierte an der Rubin Academy of Music in Tel Aviv.
Gleichzeitig erwarb sie akademische Abschlüsse in Musikwissenschaft und Psychologie an der
Universität von Tel Aviv. Danach studierte sie klassische Klarinette bei Eric Hoeprich am
Königlichen Konservatorium in Den Haag, wo sie ihr UM Solo Diploma erhielt.
Gili Rinot konzertiert mit zahlreichen preisgekrönten Kammermusikensembles, wiez.B. Trio Eroica, Zefiro, Ensemble Schönbrunn , Ensemble Phoenix, und der Accademia Daniel, mit der sie Solowerke von Fasch und Graupner für das Chalumeau aufgenommen hat. Aufführungen und Aufnahmen mit Orchestern u.a Das Kleine Konzert, Concerto Köln, Die Kölner Akademie , De Nederlandse Bachvereniging , L’Orfeo Barockorchester, Orchester Wiener Akademie , und dem Israeli Mozart Orchester gehören zu ihrer regelmäßigen Tätigkeit. Für Profil-Naxos hat Sie Mozarts Klarinettenkonzert auf Bassettklarinette aufgenommen. Als aktive Forscherin fühlt sich Gili Rinot verpflichtet, wenig bekannte Werke des 18. und 19. Jahrhunderts der Öffentlichkeit vorzustellen und hat zahlreiche solche wiederentdeckte Werke herausgegeben und aufgeführt. In Spanien, Israel , Brasilien und Deutschland hat Sie Meisterkurse und Workshops geleitet.

Barockensemble Ludus Instrumentalis
Die außergewöhnliche technische Perfektion und noch viel mehr das seenvolle und urmusikantische Spiel“ – so ist über die Aufnahme vom Barockensemble „Ludus Instrumentalis“ mit der Musik des 17.Jahrhunderts geschrieben. Das Ensemble besteht im Kern aus drei jungen Instrumentalisten, die sich in Sankt-Petersburg kennengelernt haben: Evgeni Sviridov, Anna Dmitrieva (Barockviolinen) und Ekaterina Biazrova (Cembalo, Orgel); kann sich aber je nach Repertoire auf bis zu 8 Personen erweitern. Zurzeit studieren sie als Festensemble an der Kölner Musikhochschule bei Prof.Konrad Junghänel. In Deutschland machten sie eine größere Öffentlichkeit auf sich aufmerksam, als sie im Herbst 2015 beim II.Internationalen Berliner Bach- Wettbewerb den ersten Preis gewonnen haben. Im 2016 folgten weitere Preise beim „Förderpreis“ in Saarbrücken, sowie den 1.Preis beim „Gebrüder-Graun“ Wettbewerb in Bad Liebenwerda. Nach diesem Erfolg folgten die Einladungen zu den bedeutenden Festspielen und Konzertreihen in Deutschland: Bachfest in Leipzig, „Köthener Bachfesttage“, „TAMIS“ Festival in Saarbrücken, Festival “Haut Jura” in Frankreich, Schlößer Borbeck und Konradsheim und andere. “Ludus Instrumentalis” sucht immer nach der unbekannten Musik der Vergangenheit und entdeckt neue Verbindungen zwischen vielfältige Musikstilen der Barockzeit. So sind die Programmen vom Ensemble: “Hommage a Corelli”, “Bizzarria”, “Les Gouts Reunis”, “Berliner Schule”, “Around Bach” und andere.

Die "Tonspuren" werden unterstützt durch: