24. April 2017 19:30 Uhr

Kulturfabrik Becker&Funck, Düren

Große Oper für`s Wohnzimmer

Opernhits von Rossini, Mercadante und Donizetti, von Zeitgenossen arrangiert für Flöte(n) und Gitarre
Annie Laflamme, romantische Flöte
Darja Großheide, romantische Flöte
Michael Goldort, Gitarre

Wien und Paris waren die bedeutendsten Musikzentren zu Beginn des 19ten Jahrhunderts. Dort wurden die geliebten Opernarien von Rossini, Mercadante oder Donizetti, aber auch von Mozart für alle denkbaren Besetzungen arrangiert. Auch Gitarrenvirtuosen wie Giuliani und Carulli und Flötenvirtuosen wie Tulou setzten sie gekonnt für ihre Instrumente. Absolut hitverdächtig.

Programm
Saverio Mercadante (1795 – 1868 ) “Se un istante” Duett aus der Oper „Elisa e Claudio“, 1819, arr.für 2 Flöten und Gitarre von Jean-Louis Tulou ( 1786 – 1865 ) und Ferdinando Carulli ( 1770 – 1841 )
Gioachino Rossini ( 1792 – 1868 ) “Di piacer mi balza il cor”; Arie aus dem Melodram „La Gazza Ladra“, arr. für Flöte und Gitarre von J-L.Tulou und F.Carulli
Gioachino Rossini “Sento un`interna voce” Arie aus dem Musikdrama „Elisabetta Regina d`Inghilterra“, arr. für Flöte und Gitarre von J-L.Tulou und F.Carulli
Vincenzo Bellini ( 1801 – 1835 ) „Casta Diva“ Arie aus der Oper „Norma“, arr. für Gitarre Michael Goldort
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791 ) “Ach, ich fühl`s” und “Wie stark ist nicht dein Zauberton” aus dem Singspiel “Die Zauberflöte”, arr. von Mozart für 2 Flöten, im Druck erschienen 1796
Gioachino Rossini “Fra quei soavi palpiti” Polacca aus der Oper „Tancredi“, arr. für 2 Flöten und Gitarre von J-L Tulou und F.Carulli
Pause
Michael Goldort Fantasie für Gitarre über Themen aus der Oper “Rigoletto“ von G. Verdi
Gioachino Rossini “Una voce poco fa” und “Ecco ridente il cielo”, 2 Arien aus der komischen Oper „Il Barbiere di Sevilla“, arr. Für Flöte und Gitarre von J-L Tulou und F.Carulli
Gaetano Donizetti ( 1797 – 1848 ) Duett aus dem Melodram “Maria Padella”, umgeschrieben und variiert für 2 Flöten und Klavier von Cesare Ciardi ( 1818 – 1877 ), Gitarrenarrangement von M.Goldort

Annie Laflamme
Die gebürtige Québécoise studierte Querflöte und Traversflöte in Montreal, Wien und Den Haag. Sie arbeitet mit renommierten Ensembles wie z. B. der Haydn Akademie Wien, Le Cercle de l’Harmonie Paris, Musicaeterna Perm (Russland), Concerto Köln, dem Collegium 1704 Prag, Wrozlaw Baroque Orchestra (Polen). Ihre Konzertreisen als Solistin, Kammer- und Orchestermusikerin führten sie durch Europa, in die Heimat Kanada, nach Südamerika, in die arabische Welt, sowie nach Japan, Russland und Indien. Zahlreiche CD Einspielungen und Rundfunkmitschnitte belegen ihre künstlerische Tätigkeit.
Als Gründungsmitglied des Ensembles „Compagnia di Punto“ beschreitet sie seit dem Jahr 2010 neue Wege auf alten Instrumenten. Zudem ist Annie Laflamme eine passionierte Pädagogin, als die sie auf internationalen Akademien in Deutschland, Kanada, Frankreich, Spanien, Polen und Österreich ihr Wissen und ihre künstlerischen Impulse weitertragen darf.

Darja Großheide (Traversflöte)
schloss ihre Studien an den Musikhochschulen von Padua (I), Maastricht (NL) und Köln in Blockflöte und Traversflöte ab. Es folgten Aufbaustudien für klassische und romantischer Klappenflöten bei Karl Kaiser und Martin Sandhoff. Sie konzertiert mit verschiedenen Barockorchestern sowie in unterschiedlichen kammermusikalischen Formationen. Seit Juni 2010 organisiert Darja Großheide die „Tonspuren“, eine Kammerkonzertreihe für Alte Musik. Als Gründungsmitglied der Kölner Gesellschaft für Alte Musik engagiert sie sich bei Projekten im ZAMUS (Zentrum für Alte Musik Köln).

Miichel Goldort (Gitarre)
wurde in Nowosibirsk geboren und studierte Gitarre am dortigen Ölinka-Staatskonservatorium. Schon während seiner Studienzeit trat er vielfach auf, sowohl in Russland als auch auf renommierten Festivals in Italien, Deutschland und Österreich, wo namhafte Persönlichkeiten wie Alvaro Pierri ihn als einen der virtuosesten Gitarristen Russlands würdigten. Ab 1989 gab er regelmäßig Solo-Recitals im In- und Ausland (unter anderem in Österreich, Spanien und Italien) und trat er zusammen mit Symphonieorchestern von Städten wie Sankt Petersburg und Kiew auf. Als Lautenist war er Mitglied des alten Musik Ensembles “Insula Magica“  (mit Konzerten in u.a. dem Philharmonie von Novosibirsk) und als Gitarrist war er Mitglied des Petersburger Baroque Ensemble “Novaya Gollandiya” auf einer romanitischen Gitarre ( mit u.A. Konzerten im Theatermuseum des Scheremetevs Palasts in Sankt Petersburg). Mit dem Ensemble “Lavan Laila” (Sephardische Musik) machte er eine Konzerttournee in Österreich. (u.a. Graz, Wien, Insburg und Bregenz). 1991 wurde Michael Goldort Assistent von Professor Frauchi am Moskauer Konservatorium. Später wirkte er als Professor für Gitarre am Glinka-Staatskonservatorium (1993-1996) und an der Universität von Sankt Petersburg (2003-2005). Seit 2005 lebt und arbeitet er in Köln. Von seinen vielen Transkriptionen für Gitarre, vor allem bekannte Opernthemen von Komponisten wie Rossini oder Bizet, sind mehrere auf CD erschienen. Seine zweite CD ist spanischen Komponisten gewidmet und wurde im Classical Guitar Magazine 1996 als künstlerisches und technisches Meisterwerk beschrieben.

Die "Tonspuren" werden unterstützt durch: