21. März 2016 19:30 Uhr

Kulturfabrik Becker&Funck, Düren

Beethoven revisited

Duo Alexander:
Alexander Scherf, Violoncello
Alexander Puliaev, Hammerflügel

Beethoven revisited spürt dem revolutionären Potential des großen Klassikers gerade in den kleineren Formen wie den Variationen und Bagatellen nach. Im Spannungsfeld mit vorausgehenden und nachfolgenden musikalischen Pionieren wird die enorme Sprengkraft Beethovenschen Komponierens deutlich. Hans Werner Henze (1926-2012) wehrte sich stets gegen eine dogmatische Einengung seines Komponierens; seine fortwährende Beschäftigung mit den Klassikern Mozart und Beethoven mag ein deutlicher Hinweis auf seine musikalische Denkrichtung und seinen Sinn fürs Cantabile sein. Henzes Beethoven-Interpretationen sind ein beredtes Dokument für diese künstlerische Beziehung. In ihrem Programm setzen die Musiker des Duo Alexander Beethovens Bagatellen für Klavier in einen ausdrucksvollen Dialog mit den aphoristischen Miniaturen aus Henzes Serenade für Violoncello. Carl Philipp Emanuel Bach war wie Beethoven ein begnadeter Improvisator, für den das Improvisieren die Keimzelle des kompositorischen Prozesses bedeutet. Die Fantasie fis-Moll ist das persönlichste und gleichzeitig modernste Stück Musik, das uns Carl Philipp hinterlassen hat und das seine Fortsetzung in Beethovens späterem Schaffen zu finden scheint.

Programm
Ludwig van Beethoven Sieben Variationen über das Thema „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ aus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“
Hans Werner Henze Serenade für Violoncello solo (1949)
Ludwig van Beethoven Sieben Bagatellen für Klavier op. 33
Pause
Carl Philipp Emanuel Bach Freie Fantasie fis-Moll Wq 67
Ludwig van Beethoven Sonate A-Dur für Violoncello und Klavier op. 69

Duo Alexander
Alexander Scherf, Violoncello studierte Violoncello, Dirigieren und Historische Aufführungspraxis und geht einer vielfältigen Tätigkeit als gefragter Cellist, Kammermusiker, und Dirigent nach. Auftritte in der Carnegie-Hall New York, dem Théâtre des Champs Élysées, Paris, dem Concertgebouw Amsterdam und dem Barbican Centre London sowie Zusammenarbeit mit Kent Nagano, René Jacobs, dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn zeugen von seiner Qualität.
Alexander Puliaev studierte in seiner Heimatstadt St. Petersburg und in Moskau (Klavier) sowie am Sweelinck-Conservatoriem, Amsterdam (Cembalo und Hammerflügel). 1993 wurde er Preisträger beim Internationalen Cembalowettbewerb in Warschau.
Peter Schreier, Dorothee Oberlinger, Hille Perl waren bzw. sind seine Partner. Musikfestivals in Tokio, Nantes, Lissabon, Schleswig-Holstein luden ihn zu Konzerten ein.

Die "Tonspuren" werden unterstützt durch: